Die Provinz Perugia gehört zur Region Umbrien und grenzt im Norden und Osten an die Region Marken, im Süden an Latium und die Provinz Terni und im Westen an die Toskana. Die bekanntesten Städte der Provinz Perugia sind
Perugia (Hauptstadt von Umbrien),
Assisi, Foligno,
Citta di Castello und
Gubbio. Im Nordosten, ca. 20 km westlich von Perugia liegt der
Lago Trasimeno (Trasimenischer See), der sehr beliebt ist für einen Badeurlaub. Die größten Städte am Lago Trasimeno sind Castiglione del Lago im Westen vom Trasimenischen See, Passignano sul Trasimeno im Norden und Monte del Lago im Osten.
Der höchste Berg in der Provinz Perugia ist der Monte Cucco (1.560 m), ca. 15 km östlich von Gubbio. Er bildet die Ostflanke des Appenins und prägt damit das Landschaftsbild der Region um Gubbio weitgehend. Die dichten Buchenlaubwälder und weiten Steppenlandschaften auf den noch wilde Pferdeherden zu entdecken sind und tiefe Felsenschluchten und weite Täler locken nicht nur Drachenflieger sondern auch Wanderer und Mountainbiker in die Region. Höhlenforscher finden im Innern des Monte Cucco das weitläufigste Höhlensystem (fast 24 km Gesamtlänge) in Europa. Nicht ganz so hoch wie der Monte Cucco ist der nördlich von Perugia gelegene Monte Tezio (961 m) aber wegen seinen schönen Aussichten ist ein ca. 2 stündiger Aufstieg von Montelaguardia (5 km nördlich von Perugia) reizvoll.
Perugia: Es ist nicht nur die Provinzstadt von Perugia sondern auch die Hauptstadt Umbriens. Das wohl interesanteste an Perugia ist die Stadt unter der Stadt. Als Papst Paul III im Jahre 1540 zum geistigen Oberhaupt ernannt wurde riß er die Macht über Perugia an sich und ließ inmitten von Perugia eine schwere Festung, die berühmt berüchtigte Rocca Paolina. Dazu ließ er ein ganzes Stadtviertel verschütten und errichte darauf die mächtige Burg. Der gesamte unterirdische Stadtteil (Via Bagliona Sotterranea) ist erhalten und man gelangt über ein Rolltreppe von der Piazza Italia aus in die Unterwelt! Die Altstadt von Perugia ist geprägt von engen schmucklosen Gassen und hochaufragenden Fassaden. Um die Stadt zu durchqueren geht es über viele Treppen bis man – zur Belohnung – die Piazza IV Novembre mit dem wunderschönen Brunnen Fonte Maggiore erreicht. Sehenswerte Kirchen sind die Kathedrale San Lorenzo und die Kirche Sant Ercolano. Gegenüber der Kathedrale ist der Palazzo Comunale (Palazzo dei Priori) zu besichtigen.
Assisi: Die Stadt Assisi liegt an der Südseite des Monte Subasio eingerahmt von zwei mächtigen Basiliken zu Ehren von Franz von Assisi (Basilica di San Francesco) und der nicht so bekannten Klara von Assisi (Basiclica di Santa Chiara). Vor und nach den Heiligen war Assisi eine unbedeutende Stadt, galt zwar im römischen Reich als eine wohlhabende Kleinstadt wie die Überreste des Minervatempels auf der Piazza del Comune bezeugen.
Citta di Castello: Die mittelalterliche Kleinstadt Citta di Castello ist Handelszentrum des oberen Tibertals und bietet dem Besucher einige Sehenswürdigkeiten wie die Städtische Pinakotek und der Torre Civica.
Gubbio: Die kleine Stadt Gubbio erstreckt sich entlang den Hügeln des Monte Ingino im Apennin unterhalb der Basilika San Ubaldo auf 522 m Höhe. Gegründet wurde Gubbio von den Etruskern, die den Ort Ikuvium nannten. Danach war es ein wichtiges Zentrum der Umbrer. Im Palazzo dei Consoli, dem Wahrzeichen Gubbios sind die einzigen erhaltenen Gesetzestafeln der Umbrer (Eugibinische Tafeln) aufbewahrt. Bekanntheit erlangte der Ort durch sein Kunsthandwerk. Schlendert man durch die Gassen so sieht man an jeder Ecke kleine Läden mit handgemalten Keramiken. Sehenswertes in Gubbio ist auf jeden Fall der Palazzo dei Consoli, das Archäologische Museum, der Palazzo Ducale und der Dom, sowie oberhalb von Gubbio die Basilika San Ubaldo. Wer Wert auf eine Bürgerschaft der Stadt Gubbio legt, der wendet seine Schritte auf die Piazzetta Largo del Bargello und umrundet mit lautem Ausrufen der Worte „sono pazzo“ (ich bin verrückt) den Fontana dei Matti (Brunnen der Verrückten) dreimal.
Città della Pieve: Die Stadt Città della Pieve befindet sich in der Provinz Peruga im Westen von Umbrien. 20 km nördlich von Città della Pieve liegt der Lago Trasimeno, an dessen Ufern sich schöne Strände für einen Familienurlaub oder Badeurlaub befinden. Città della Pieve liegt auf 500 m ü.NN auf einem Hügel über dem Val di Chiana. Funde zeigen auf eine Besiedelung der Gegend zur Etruskerzeit zurück, die heutige Stadt geht auf eine frühe mittelalterliche Siedlung zurück. Ein großer Teil der Altstadt stammt aus dem 13. und 14. Jh.. Es war eine bedeutende Stadt für die Ziegelprodution der Gegend, was sich an den Bauten im Altstadtbereich widerspiegelt.