Apulien, die Region zwischen Sporn und Absatz, liegt vergleichsweise weit entfernt, doch erreicht man mit dem Flugzeug in nur etwa drei Stunden Brindisi oder Bari. Und von dort gelangt man schnell und problemlos zu den interessanten Orten und Regionen. Auf einem der zahlreichen Hügel der „Murge“, der Landschaft im Inneren Apuliens, erhebt sich das weithin sichtbare Castel del Monte. Es wurde im 13. Jh. unter Friedrich II. über einem Grundriss, der vom Achteck bestimmt wird errichtet. Der Bau wirkt wie ein vollkommener, in sich geschlossener Kristall. Ein Gesicht mit zwei ungleichen Hälften trägt dagegen Bari zur Schau: Hier die regelmäßig angelegte „Neustadt“ aus dem 19. Jh., dort, zwischen den beiden Häfen, die verwinkelte Altstadt mit ihren zahlreichen Bauten aus der Romanik. Doch das eigentliche Markenzeichen Apuliens erwartet den Reisenden in Alberobello und Locorotondo: Denn hier bestimmen die einzigartigen Trulli (UNESCO-Weltkulturerbe), jene zumeist rund gemauerten Bauernhäuser mit kegelförmigem Dach (Zipfelmützendach), das Bild der Gassen und Plätze. Nicht weit von diesem Kleinod entfernt, lohnen das orientalisch angehauchte Cisternino und der märchenhafte „Wald von Fasano“ einen Besuch. Und auch die Küste zeigt sich in diesen Gefilden von ihrer besten Seite. Zwischen Monópoli und Torre Canne verheißen feinsandige Strände und kleine Felsbuchten ein lebhaftes Strand- und Badevergnügen. In den Gassen von Ostuni geht es - einige Kilometer landeinwärts - wieder etwas beschaulicher zu, während sich in Brindisi, dem größten Fährhafen an der südlichen Adria, das Tor zum Ionischen Meer hin öffnet. |
![]() |