Die Kykladen (Κυκλάδες), die sich vom Ägäischen Meer zum Kretischen Meer erstrecken, bilden eine Inselgruppe von über 220 Inseln. Die bekanntesten und zugleich auch größten davon sind Santorini, Naxos, Paros, Ios und Amorgos. Die Inseln sind mehr oder weniger gebirgig und sehr karg. Wälder findet man dort nicht, der Olivenbaum ist der typische Kulturbaum auf den Kykladen. Auf den Inseln Naxos und Andros gibt es Gebirge mit einer Höhe von rund 1000 m. Im Sommer und Herbst wirken die Inseln geradezu verbrannt, denn es gibt nur wenige Quellen und Bäche, die im Sommer fast alle ausgetrocknet sind. |
![]() Mykonos |
Dennoch können immerhin noch Wein, Öl, Baumwolle, Seide, Südfrüchte und Honig produziert werden. Auf Paros findet man im Schmetterlingstal üppiges Grün, wobei die grünste aller Inseln Naxos ist. Die milden Seewinde lassen die brennende Hitze des Sommers erträglich werden. Die Dörfer sind häufig labyrinthartig aufgebaut. Die Gesteine der Inseln bestehen meist aus Gneis, Glimmerschiefer, mitunter auch aus Granit und vulkanischem Gestein. In der Antike wurden die Inseln als Kreis um das heilige Eiland Delos betrachtet, weshalb er Ring Kykladen „Ringinseln“ und die Inseln außerhalb des Kreises, die Sporaden „zerstreute Inseln“, genannt werden. |
![]() Kamari |
An den verschiedenen Stränden der Inseln kann man wunderbar entspannen und gleichzeitig ein vielfältiges Angebot an Wasseraktivitäten nutzen. Im Früh- und Spätsommer eignen sich die Kykladeninseln gut zum Wandern. Im Hochsommer ist es dafür zu heiß, so dass es einen mehr zu den vielen wunderschönen Stränden zieht, die aus feinem oder grobem Kies bestehen. In vielen der Touristenorte werden zahlreiche Wassersportarten angeboten. |
Die außergewöhnlichen archäologischen Ausgrabungsstätten auf den Inseln zeugen von vielfältigen Einflüssen der griechischen und arabischen Zivilisationen. Auch scheinen, was die kulinarischen Gepflogenheiten anbelangt, diese uns nicht so geläufig zu sein, denn mancherorts kann man sich die Speisen in den Lokalen sogar noch in der Küche aussuchen. Die Griechen sind die Speisen sehr fettig und eher lauwarm gewohnt. Auch muss man den Ober im Restaurant ansprechen, sonst kann es einem passieren, dass man den ganzen Abend dasitzt, ohne eine Bestellung aufgegeben zu haben. |
![]() Naxos |
Santorini ist eines der eindrucksvollsten Naturwunder Europas. Die Insel ist ein Vulkankegel, der sich zum Teil unter dem Wasserspiegel befindet. Manche Wissenschaftler meinen, dass Santorini der sagenhafte prähistorische Ort Atlantis war. Kommt man mit der Fähre an, fährt man in den Vulkankegel, der unter dem Wasserspiegel liegt, hinein und erreicht den kleinen Hafen. Sehenswürdigkeiten gibt es auf der kleinen Insel viele wie zum Beispiel die Ausgrabungen der minoischen Siedlung Aktotri und der antiken Hauptstadt Thera mit den kleinen Gassen in der |
![]() Santorin |
Altstadt, dem atemberaubenden Ausblick auf das Meer und dem Vulkankegel. Auch die kleineren Inseln im Vulkan sollte man nicht auslassen. Vor allem Palia Kameni mit den bekannten heißen Vulkanquellen muss man gesehen haben. Der schönste Strand auf der Trauminsel ist der von Perissa. Er ist bekannt für seinen schwarzen Sand. Aber Vorsicht, der schwarze Sand ist im Sommer sehr heiß, schon mit wenigen Schritten kann man sich die Füße verbrennen. |
Naxos ist die größte Insel der Kykladen. Gerne besucht wird Naxos vornehmlich wegen seiner schönen Strände. Man findet viele abgelegene Gebiete, weit weg vom regen Treiben in den touristischen Zentren. Die Hauptstadt mit einem venezianischen Schloss und der schönen Altstadt heißt Naxos-Stadt. Sie ist Sitz eines katholischen Erzbischofs. Ansonsten gibt es nicht allzu viele Sehenswürdigkeiten auf der Insel. Wohl aber fallen die auf der ganzen Insel verteilten Wehrtürme der Venezianer auf. Der bekannteste Urlaubsort mit seinen schönen Stränden ist Agios Prokopios. |
![]() Naxos |
![]() Paros |
Paros liegt in der Mitte der Kykladen. Der höchste Berg ist der Prophilitis Elias, die Hauptstadt ist Parakia an der Westküste. Unbedingt zu empfehlen ist ein Ausflug in das Schmetterlingstal Petaloudes. Im Sommer kann man dort viele tausende bunte Schmetterlinge bewundern. Das ursprünglich gebliebene Fischerdorf Naossa im Norden der Insel, der Ort Marpissa im Osten der Insel (venezianische Festung, gute Strände) und die Insel Antiparos (2 km von Paros entfernt) mit einer der interessantesten Tropfsteinhöhlen in Griechenland sind als Ausflugsziele ebenso zu empfehlen. |
Die Partyinsel von Griechenland schlechthin liegt mitten in den Kykladen unweit von Santorini, Naxos und Paros. Ios ist der wahrscheinliche Sterbeort des antiken Schriftstellers Homer. Sein Grab kann man durch eine längere Wanderung erreichen. Ios ist ansonsten eine Urlaubsinsel für junge Leute. Das Nachtleben konzentriert sich vor allem auf Ios-Stadt, die zu Fuß mit einer langen Treppe mit dem Hafen Gialos verbunden ist. |
![]() Blick auf Ios |
![]() Strand von Ios |
Amorgos liegt östlich von Naxos etwas abseits der Routen der großen Fähren. Amorgos gilt als recht windig und gebirgig. Es gibt zwar einige schöne Strände, die Insel ist aber besser für einen Wanderurlaub als für einen Strandurlaub geeignet. Sie ist trotz steigender Urlauberzahlen immer noch ein Geheimtipp für Menschen, die Ruhe und eine typisch griechische Insel suchen. Amorgos hat viele Stammgäste, was auch für die Insel spricht. Viele Nordeuropäer kommen hierher, weil sie eine Alternative zum westlichen Großstadtleben suchen. |
![]() Amorgos |