Logo

Il Palio

Das härteste Pferderennen der Welt

SCHNELLSUCHE
NEWSLETTER
Aktueller Newsletter

Castello Odescalchi di Bracciano

i-fewo: Castello Odescalchi di Bracciano


Newsletter bestellen:
<= Zurück zur Übersicht


Siena im 14. Jahrhundert. Die Herrschaft der Republik Siena wechselte zur Zeit der Riformatori (1369 - 1385). Der aufkommende Ärger der Sieneser, insbesondere der Mittelschicht durch verschiedene Entscheidungen in der Innen- und Außenpolitik während der sechzehnjährigen Herrschaft der Riformatori, brach im März 1385 aus. Die neun Sektoren auf der Piazza del Campo repräsentieren heute noch den Neunerrat der Mittelschicht, der sich daraufhin bildete. Er war es auch, der ihn gepflastert und auch den angrenzenden Palazzo Publico geschaffen hat.

Siena im 14. Jahrhundert
Siena im 14. Jahrhundert
Siena heute. Die Stadt selbst eine auf drei Hügeln empor gekletterte mittelalterliche Stadt mit knapp 60.000 Einwohnern voller Leben und Geschichte. Auf der Piazza del Campo finden seit jener Zeit Kämpfe und Pferderennen statt. Im 18. Jh. kam die Prinzessin Violante Beatrix von Bayern als Gouverneurin nach Siena. Sie machte die damaligen wilden Pferderennen zu einem großen Fest. Seit dieser Zeit wird jedes Jahr dort der „Palio“ ausgetragen. In 17 Stadtviertel ist Siena aufgeteilt, die so genannten „ le contrade“. Die Contraden sind am besten als Nachbarschaftsgemeinschaften zu beschreiben, die auch die Stadtteile Sienas repräsentieren. Jede Contrada verehrt ihren eigenen Schutzheiligen, besitzt eine Kirche, ein Gemeindehaus, ein Haus für die Aufbewahrung der Trophäen, Urkunden und die historischen Kostüme. Außerdem findet man stets einen Brunnen, in dem der neue Contradaiolo (Bürger der Contrada) seine weltliche Taufe empfängt.
Jeder Bürger Sienas wird in seine Contrade hineingeboren und gehört zu ihr bis zum Tod an. In früheren Zeiten gab es eine größere Anzahl von Contraden. Wenn man aufmerksam durch die Altstadt Sienas streift, kann man an etlichen Gebäuden die Zeichen der Contraden entdecken. Diese markieren die Grenze einer Contrada zur nächsten, angrenzenden Contrada. Es gibt große und kleine, reiche und weniger wohlhabende Contraden.
Aufteilung der Contraden
Aufteilung der Contraden
Die heute noch existierenden Contraden sind: Adlers, Drachen, Einhorns, Käuzchens, Gans, Giraffe, Muschel, Nashorns, Panthers, Raupe, Schildkröte, Schnecke, Stachelschwein, Turm, Welle, Widder, Wölfin.Von den verschwundenen Contraden seien die Contrade der Eiche, der Viper, des Bären, des Löwen, des Hahns und des Schwertes genannt. Historisch nicht nachvollziehbar, aber traditionell „verfeindet“ sind: Wölfin und Stachelschwein, Adler und Panther, Schnecke und Schildkröte, Giraffe und Raupe, Einhorn und Eule, Widder und Muschel sowie Turm mit Gans und Welle.
Piazza del Campo
Piazza del Campo
Zweimal im Jahr (im Jahre 2000 wurden drei Rennen gelaufen) jeweils am 2. Juli und am 16. August wird der Il Palio auf der Piazza del Campo ausgetragen. Das Wort „Palio“ wird aus dem lateinischen Wort „pallium“ abgeleitet und bedeutet Tuch oder Umhang. Später wurde der Sinn des Wortes auf die Bedeutungen Fahne bzw. Standarte ausgeweitet. Der Palio wird zu Ehren der Jungfrau Maria veranstaltet und der Sieger erhält als Trophäe einen Seidenbanner an einer Hellebarde mit den Motiven der Madonna und den Symbolen der teilnehmenden Contraden. Die Standarte wird für jeden Palio neu entworfen.
Zu jedem Rennen sind nur 10 der 17 Contraden zugelassen. Diese sind immer die 7 Contraden, die im Vorjahr beim entsprechenden Rennen aussetzen mussten und drei Contraden, die durch ein Los bestimmt werden, das vom Bürgermeister gezogen wird. Jeder Palio wird unabhängig voneinander betrachtet, so dass für eine oder mehrere Contraden eine gewisse Chance besteht an beiden Rennen teil zunehmen, was die Sache sehr spannend macht.
Eine Kommission wählt aus 20 Halbblütern 10 aus, die für das Rennen nominiert werden. Welcher Contrada welches Pferd zukommt, entscheidet wieder mal das Los. Die Jockeys gehören auch nicht der Contrade an, sie werden für das Rennen vom Capitano der Contraden angeworben. Das Pferd und auch der Jockey werden nach Bekanntgabe sorgsam bewacht. Auf das Pferd achtet Tag und Nacht ein Stallknecht und der Jockey wird im Umland versteckt und bewacht, damit er nicht von einer anderen Contrada abgeworben werden kann. Der Capitano der Contrada wird für 4 Tage von der Contrada gewählt und erhält absolute Machtbefugnis. Er handelt auch das Honorar mit dem Jockey aus.
Farbenfrohe Kostüme
Farbenfrohe Kostüme
Das Rennen findet auf dem äußeren Ring der Piazza del Campo statt. Der Rundkurs ist ca. 300 m lang und wird auf einem speziellen Belag ausgetragen. Der Belag ist einer Mischung aus Sand und Tuff, der 30 cm dick aufgetragen und verfestigt wird. Die Vorbereitungen dauern 3 Tage. In der Zeit ist die ganze Stadt am feiern. Die einzelnen Contraden ziehen in Umzügen in den jeweiligen Farben der Contrada durch die Stadt und schwenken ihre Fahnen, Trommeln und singen ihre Schlachtrufe. Am Morgen des Palio versammeln sich die Contradaiolo in den Kirchen der einzelnen Contraden zur Pferdesegnung. Als ein besonderes Zeichen für den Sieg gilt, wenn das Pferd während der Segnung äpfelt. Nach der Segnung geht es dann in einer Prozession zur Piazza del Campo.
Einzug der Contraden auf die Piazza
Einzug der Contraden auf die Piazza
Der Einzug der Contraden auf die Piazza ist sehr eindrucksvoll. Zuerst kommen die am Rennen teilnehmenden Contraden. An erster Stelle kommt der Page, der die Standarte der Contrade trägt, gefolgt vom Rennpferd, das vom Stallknecht geführt wird. Der Jockey folgt auf einem nur für den Einzug gestellten Paradepferd. Nach den teilnehmenden Contraden folgen die 7 Contraden, die nicht an diesem Rennen teilnehmen. Der Start erfolgt an der Startleine. Aufgrund der drangvollen Enge auf dem Platz und der allgemeinen Spannung ist das mehr als schwierig und so kommt es regelmäßig zu Fehlstarts. So kann es bis zu einer Stunde dauern, bis der Start endlich gelingt.
Hinter diesen folgt der von vier Ochsen gezogene Fahnenwagen mit dem Palio. Dieses Banner erhält die siegreiche Contrade als Trophäe. Nach dem Einzug der Contraden sorgt der Startmeister dafür, dass die Pferde und Reiter die korrekte Startposition einnehmen. Die Position wird per Los gezogen.
Von Ochsen gezogener Fahnenwagen
Von Ochsen gezogener Fahnenwagen
Start des Palio
Start des Palio
Der Start erfolgt an der Startleine. Aufgrund der drangvollen Enge auf dem Platz und der allgemeinen Spannung ist das mehr als schwierig und so kommt es regelmäßig zu Fehlstarts. So kann es bis zu einer Stunde dauern, bis der Start endlich gelingt.
Nach dem Start geht das Rennen dreimal um den Platz. Hierfür brauchen die Reiter auf Ihren Pferden in der Regel ca. 100 Sekunden. Die Pferde werden ungesattelt geritten. Beim Lauf selbst sind alle Mittel der gegenseitigen Behinderungen zulässig. Einschließlich des Einsatzes des Ochsenziemers gegen die Konkurrenten. Gewinner ist das Pferd, welches nach der letzten Runde als erstes die Ziellinie überquert. Der Reiter muss nicht notwendigerweise ans Ziel kommen. Nach dem Sieg bekommt die siegreiche Contrade den Palio. Die siegreiche Contrade feiert teilweise mehrere Tage.Auf dem schönsten Platz des Stadtteils wird eine hufeisenförmige Tafel aufgebaut.
Hartes Rennen
Hartes Rennen
Der gesamte Stadtteil trifft sich hier und feiert. Der Wein fließt in Strömen, und die Köche kommen mit der Zubereitung der Gerichte gar nicht mehr nach, so viel wird gegessen. Pferd und Reiter werden buchstäblich auf Händen zu ihrem Ehrenplatz an der Tafel getragen. Für das Pferd stehen an dem Tag anstatt Hafer Spaghetti und Dolci auf der Speisekarte. In dieser Nacht, macht der ganze Stadtteil kein Auge zu. Nach einem alten Brauch darf der Reiter drei Tage lang seine Contrade nicht verlassen, weil die Bewohner der anderen Stadtteile Vergeltung angedroht haben.
 
Weitere Newsletter:
Aus dem Jahr 2006:

Aus dem Jahr 2007:

Aus dem Jahr 2008:


Diese Seite bookmarken bei: Bookmarken bei del.icio.us Bookmarken bei Mister Wong Bookmarken bei Linkarena Vorschlagen bei Yigg Vorschlagen bei Webnews Bookmarken bei Google Bookmarken bei Google

Copyright © 2005-2008 i-fewo. Alle Rechte vorbehalten.