Logo

Grünes Gold

Bergamotten aus Kalabrien

SCHNELLSUCHE
NEWSLETTER
Aktueller Newsletter

Castello Odescalchi di Bracciano

i-fewo: Castello Odescalchi di Bracciano


Newsletter bestellen:
<= Zurück zur Übersicht


Die Bergamotte (Citrus bergamia) ist wahrscheinlich ein Hybride aus der Pomeranze (Bitterorange) und der Zitrone oder Limette und zählt zu den Rautengewächsen. Christoph Kolumbus soll den Bergamottenbaum von den Kanaren aus nach Europa gebracht haben. Die Bergamotte zählt zu den ältesten, erwähnten Citrusarten und wird in subtropischen Gegenden angebaut. Die bekanntesten Sorten sind Fantastico und Femminello. Der Bergamottenbaum ist gut 5 m hoch und besitzt eine schöne, runde Krone.
Bergamotte
Bergamotte
Der Stamm des Baumes ist rund, nicht sehr rau und sein Holz ist weiß und hart. Die Blätter sind groß und geflügelt. Schaut man sich die Frucht an, so ähnelt diese einer größeren Zitrone mit dicker Schale, deren saurer, oft leicht bitterer Fruchtsaft aromatisch frisch duftet. Einige Früchte können einzeln bis zu 500 g wiegen.

Der italienische Name der Frucht wird in vielen italienischen Dialekten als „Baca mortu“ bezeichnet, wobei das Verb „bacare“ für beruhigen und „mortu“ für den Tot steht. Die genaue Herkunft des Wortes ist unbekannt, kann sich aber auch von der norditalienischen Stadt Bergamo herleiten aber es gibt auch Verbindungen zu antiken Sprachen des Mittelmeerraumes.

Fachblatt - Bergamotte
Fachblatt - Bergamotte
Die Bergamotte wird in Italien nur entlang eines etwa 100 km langen Küstenstreifens an der Südspitze Kalabriens angebaut. Einzelne Pflanzen können zu Zierzwecken aber in allen klimatisch geeigneten Gebieten (0° C – 38° C) angepflanzt werden. So finden sich z.B. auch Bergamotten in den Zitronengärten am Gardasee. Zum Genuss ist die Bergamotte ungeeignet und deshalb auch auf den Märkten nicht einfach zu erstehen. Von den Blättern und der Frucht erhält man die Parfümrohstoffe durch Kaltpressung, den 2-3 cm langen Blüten entzieht man die ätherischen Öle durch Destillation. Die Essenzen, die aus den Blättern, Blüten und der Frucht gewonnen werden, beinhalten eine besonders gute Qualität. Sie enthalten über 350 verschiedene Aromen und übertreffen damit viele andere natürlichen Duftstoffe an Komplexität. Der Duft ist frisch, lebhaft klar und spritzig.
Im Voodoo-Zauber gilt das Öl um gegen das Böse und vor Gefahren zu schützen und es wurde bei Initiationsriten verwendet. Aus den großen, geflügelten Blättern gewinnt man die ätherischen Öle (Petitgrain). Die Fruchtschalen der Bergamotte verwendet man praktisch in allen zitronig-frischen kosmetischen Produkten als Basisduftstoff und sie dient für die Parfümindustrie (z.B. Eau de Cologne, 4711 – Kölnisch Wasser) in der Kopfnote als ein wichtiger Bestandteil.
Eau de Cologne-Parfümeriefabrik
Eau de Cologne-Parfümeriefabrik
Laut Gildemeister und Hoffmann „Die etherischen Oele“, wurde mit Bergamottenöl in der Zeit zwischen 1672 und 1708 erstmals experimentiert. Aus den „Geheimbüchern“ der ältesten Eau de Cologne-Parfümeriefabrik von Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz in Köln (Farina gegenüber) sind die ersten Lieferungen aus Italien ab 1714 verzeichnet. Nicolo Parisi pflanzte um 1750 erstmals großflächige Bergamottenbäume an, so wurde das Öl zu einem unerlässlichen Ausgangsstoff für die Parfümindustrie. Aus 200 kg Früchte gewinnt man 1 l Bergamottenöl. Anfangs wurden die begehrten Essenzen noch von Hand gepresst, heute wird die Ernte ausschließlich maschinell weiterverarbeitet.

Bergamottenbaum
Bergamottenbaum
Aus den Resten, die bei der Produktion übrig bleiben werden Marmeladen, Säfte und auch Schnäpse hergestellt. Daneben wird Bergamotte auch zur Herstellung von Earl Grey Tee und in einer besonderen Sorte türkischer Akide-Bonbons verarbeitet. Das kernarme, saftig-saure Fruchtfleisch lädt zur Zubereitung von Eistee ein – es muss ja nicht immer Zitrone oder Limette sein. Außerdem hält der Bergamottensaft seit einiger Zeit Einzug in die moderne Haute-Cuisine als Aromastoff, vergleichbar dem Limettensaft. Für die Aromatisierung im Pfeifentabak findet Bergamottenöl auch noch Verwendung. Als ein altes Handwerk der Region Kalabriens gilt die Verarbeitung vom getrockneten Bergamotte-Fruchtkörper als Beutel für Schnupftabak.
Diese Beutel werden nur an Spezialgeschäfte weltweit für Liebhaber exportiert. Leider stirbt dieses Kunsthandwerk mangels Nachwuchses allmählich aus. Und last but not least wird das Bergamottenöl noch als Bräunungskatalysator verwendet. Das Öl wird mit einer sehr viel größeren Menge von Olivenöl verdünnt. Jedoch wird vor dieser Anwendung abgeraten, da dadurch auch die UV-Schäden der Haut ebenso ins Vielfache verstärkt werden, da das Öl auf direkte Sonneneinstrahlung phototoxisch wirken kann.


Aromatisierung von Tee
Wer seinen eigenen Earl Grey Tee machen möchte, der gibt einfach 500 g schwarzen Tee in eine Teedose und träufelt ca. 30 Tropfen Bergamottenöl drüber. Nach ein zwei Tagen kann man den Tee genießen.

Duftlampe
Stark verrauchte Räume reinigt man am besten mit:
5 Tropfen Bergamotte
4 Tropfen Myrte
4 Tropfen Lemongras
Bergamotte
Bergamotte
 
Weitere Newsletter:
Aus dem Jahr 2006:

Aus dem Jahr 2007:

Aus dem Jahr 2008:


Diese Seite bookmarken bei: Bookmarken bei del.icio.us Bookmarken bei Mister Wong Bookmarken bei Linkarena Vorschlagen bei Yigg Vorschlagen bei Webnews Bookmarken bei Google Bookmarken bei Google

Copyright © 2005-2008 i-fewo. Alle Rechte vorbehalten.