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Mega Spileo

die älteste Ikone der Welt

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Gerade mal 10 km schlängelt sich die Straße auf der griechischen Insel Peleponese serpentinenartig nördlich von Kalavryta vom Küstenort Diakofto den Berg empor bis auf eine Höhe von 924 m. Kurz bevor man das Kloster Mega Spileo (Große Höhle) erreicht öffnet sich nach einer Kurve der Blick auf die grandiose Felswand mit dem Kloster davor, das in verschiedenen Pastelltönen am Fuße des Berges errichtet wurde. Vom Kloster aus bietet sich ein weiter Blick auf die mit Tälern und Schluchten durchzogene Landschaft des Vouraikos-Tales.

Kloster Mega Spileo
Kloster Mega Spileo
Das Kloster Mega Spileo ist das bedeutendste Kloster der griechisch-orthodoxen Kirche. Erbaut wurde das Kloster 362 n. Chr. von zwei Ordensbrüdern aus Thessaloniki. Laut einer Legende hatten die beiden Mönche Simeon und Theodor einen Traum, der sie von Thessaloniki aus mehr als 500 km südlich nach Kalavryta führte. Sie trafen dort auf die Schafhirtin Euphrosyne, die den beiden Mönchen ihr Geheimnis anvertraute und sie zu der Höhle führte wo sich die Ikone der Jungfrau Maria befand. Der Legende weiter folgend soll es von dem Apostel Lukas aus Wachs und Harz ca. 40 n. Chr. gefertigt worden sein. Der Ikone werden heilende und Wunder wirkende Kräfte zugesprochen.

Blick vom Kloster
Blick vom Kloster
Seitenansicht des Klosters
Seitenansicht des Klosters
Der Heilige Brunnen
Der Heilige Brunnen
Die beiden Ordensbrüder gründeten dann dort die erste Kirche und die 20 m breite und 10 m tiefe Höhle verschwand im laufe der Jahre immer mehr hinter den Klostermauern und ist heute gänzlich davon verdeckt. Auch befindet sich in der Höhle eine Wasserquelle aus der heiliges Wasser hervorsprudelt. Der Brunnen in dem das Wasser aufgefangen wird wurde kunstvoll verziert. Links von dem Brunnen befinden sich Figuren, die die Auffindung der Ikone darstellen. Auch ist ein Teil der Höhle als eine Art Garten angelegt.
Die reichverzierte Klosterkirche, die wohl auf die Gründungszeit zurückgeht, ragt auch zum Teil in der Höhle. Um die Kirche herum wurde dann das Kloster errichtet. Der Gebäudekomplex des Klosters ist bis zu 8 Etagen hoch.
Kloster mit Kircheneingang
Kloster mit Kircheneingang
In der Kirche….
In der Kirche….
Im Jahre 840 n. Chr. wurde das Kloster Mega Spileo von Ikonenmachern niedergebrannt und 1285 von Andronikos Paleologos wieder aufgebaut. Das Kloster wuchs nach dem Wiederaufbau zu einem der reichsten und bedeutendsten Klöster des Landes heran. Es gab danach noch drei Brände in dem Kloster. Das nächste war im Jahre 1400. Bei dem dritten im Jahre 1640 brannten ein Teil der Klosterkirche und die Bücherei mit seltenen Büchern nieder. Bei dem letzten Brand 1934 wurden unschätzbar wertvolle Reliquien zerstört. Aber bereits im Jahre 1936 waren die Schäden am Bauwerk wieder beseitigt. Trotz dieser zerstörerischen Brände blieb die Ikone der Jungfrau Maria immer verschont. Lediglich ein Russfilm hat sich, aufgrund der Rauchentwicklung, auf der Ikone abgelagert.

Ikone Jungfrau Maria
Ikone Jungfrau Maria
Leider wurde das Kloster auch Schauplatz eines unmenschlichen Geschehens der deutschen Geschichte. Am 8. Dezember 1943 wurden 17 wehrlose Bewohner des Klosters von deutschen Soldaten erschossen. Ein Mahnstein mit den Namen und dem Alter der Erschossenen befindet sich vor dem Eingang des Klosters.

Kerzenständer in der Kirche
Kerzenständer in der Kirche
Orthodoxer Abt in der Kirche
Orthodoxer Abt in der Kirche
Jährlich, am 15. August wird in dem Kloster Mariahimmelfahrt gefeiert. Im Museum des Klosters, das täglich von 9 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet ist, sind orthodoxe Kirchengewänder, aufwändig hergestellte Bibeln, sehr alte Manuskripte, Ikonen und wertvolle Reliquien der orthodoxen Kirche ausgestellt.

Glocken rufen zum Gebet…
Glocken rufen zum Gebet…
 
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